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Teodor Tăbuș

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Teodor Tăbuș hat Orthodoxe Theologie für das Priesteramt an der Fakultät „Patriarhul Justinian", Universität Bukarest, Rumänien, studiert. Mit der Unterstützung vom Diakonischen Werk hat er danach den Masterstudiengang „Ecumenical Studies" an derEvangelisch-Theologischen Fakultät, Universität Bonn, absolviert. Zurzeit arbeitet er an dem unten genannten Dissertationsprojekt, das von Prof. Dr. Wolfram Kinzig betreut wird.

 

Abstract des Dissertationsprojektes

Die Glaubenserlasse des Codex Justinianus I. 1,5-8. Zur imperialen christlichen Glaubensnormierung des Kaisers Justinian I. (527-565)

Der Schwerpunkt des Forschungsprojekts liegt zunächst auf den Glaubensbekenntnissen des Kaisers Justinian, die er am Anfang seiner Herrschaftszeit zwischen 527 und 533 erlassen hat, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die betreffenden Texte befinden sich, abgesehen von der Confessio Rectae Fidei von 551, in seinem Codex Repetitae Praelectionis I, 1,5-8, bekannt auch als Codex Justinianus. Es sich bei diesem Dissertationsprojekt vor allem um die Fragestellung nach der kaiserlichen Normierung des christlichen Glaubens am Beispiel Justinian, die sich in seinen Glaubenserlassen des Codex Justinianus I, 1,5-8 am besten widerspiegelt. Mit anderen Worten handelt es sich dabei um eine imperiale Normierung durch Kaiser Justinian kraft seines Amtes, die mit seiner Thronbesteigung zum Alleinherrscher (01. Aug. 527) im Imperium Romanum begonnen hatte und bis zu seinem Tod (14./15. Nov. 565) andauerte. Dieser Normierungsprozess wurde erst mittels seiner Glaubensedikte (CJ I, 1,5-8) gesetzlich vollzogen, gefolgt von seiner „Ὁμολογία τῆς ὀρθῆς πίστεως",  die er im Jahre 551 erlassen hatte. In diesem Zusammenhang besteht das hauptsächliche Forschungsanliegen darin, die Glaubenserlasse des Codex Justinianus I, 1,5-8, zuerst vom Griechischem bzw. Lateinischen ins Deutsche zu übersetzen, dann zu kontextualisieren und schließlich kommentieren. Dadurch wird der imperiale theologische Normierungsvorgang Justitiars deutlich hervorgehoben. Außerdem wird dabei aufgezeigt, in welcher Weise die Rechtgläubigkeit des christlichen Glaubens von Justinian gefördert und normiert wurde. Handelte es sich dabei um eine rein persönliche, willkürliche Normierung oder ging es eher um eine vorgegebene Orthodoxie des christlichen Glaubens, die, beginnend mit der Synode von Nicäa (325) bis zu seiner Zeit (527-565), offiziell von gewissen normatven Kirchenvätern kirchlich bzw. synodal bestimmt und zur Standardnorm wurde?

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