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Imke Scheib

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Imke Scheib studierte Lehramt für Gymnasien mit den Fächern Deutsch und Evangelische Theologie an der Universität zu Köln und an der Karlsuniversität Prag. Das Dissertationsprojekt zur „Jüdischen Kritik an Adolf Stoecker" (Arbeitstitel) wird von Prof. Dr. Wolfram Kinzig betreut und durch die Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. In Berlin ist sie am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg assoziiert.


Abstract zum Dissertationsprojekt 

„Jüdische Kritik an Adolf Stoecker. Die Beziehungen zwischen Juden und Christen im deutschen Kaiserreich." (Arbeitstitel)

Der Hofprediger und christlich-soziale Politiker Adolf Stoecker (1835-1909) war im deutschen Kaiserreich durch die Debatten um die sogenannte ‚Judenfrage' als einer der wortführenden Vertreter des christlichen Antisemitismus bekannt. In dieser Arbeit wird der Fokus auf die zahlreichen jüdischen und nicht-jüdischen Kritiker des aufkommenden modernen Antisemitismus, personifiziert durch Adolf Stoecker, gelenkt, welche in der Forschung bisher kaum Beachtung fanden.
Als Quellen dienen öffentliche Zeugnisse wie Flugschriften, Prozessakten und Zeitungen, aber auch Briefe und andere persönliche Dokumente aus dem Nachlass Stoeckers. In den Quellen zeigt sich die individuelle Auseinandersetzung der Kritiker mit den antijüdischen Anfeindungen, die dem institutionalisierten Widerstand vorausging. Zugleich werden innerjüdische Debatten zur ‚Judenfrage' sichtbar. Die facettenreiche Auseinandersetzung soll schließlich das komplexe Zusammenspiel von religiösen, sozialen, politischen und ökonomischen Dimensionen im Verhältnis von deutschen Juden und Protestanten im Kaiserreich beleuchten.

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